»NPD-Regionalzeitung« – Propaganda von nebenan

In der Der Spiegel – Ausgabe 44/2010 wurden die Regionalzeitungen (z. Bsp. »Nord- thüringen Bote«, »Rennsteig Bote«, »Eichsfeld Stimme«) der NPD-Thüringen thematisiert.

Die NPD macht sich die Zeitungskrise im Osten zunutze. Mit eigenen Regionalblättern werben die Rechten um Wähler – und geben sich betont bürgernah.

Bevor Patrick Wieschke Zeitungen verlegte, ließ er Bomben legen. In Eisenach zettelte er einen Anschlag auf einen Döner-Stand an, wofür ihn ein Gericht zu zwei Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilte. „Döner-Bomber“ nannte ihn die „Bild“. Jetzt macht Patrick Wieschke, 29, seine eigenen Schlagzeilen.

Der Geschäftsführer der NPD-Thüringen ist Herausgeber und Chefredakteur des „Wartburgkreis Boten“. Außerdem verlegt er weitere sieben Zeitungen ähnlichen Zuschnitts. Sie erscheinen alle drei Monate und sind Kern einer Medienoffensive der NPD.

Die Blätter geben sich bürgerlich. Sie heißen „Eichsfelder Stimme“, „Rennsteig Bote“ und „Nordthüringen Bote“, sie berichten über Lokales, Windräder vor der Wartburg, Schulschließungen, Spenden fürs Tierheim. Für den Leser ist mitunter schwer zu erkennen, wer die Zeitungen verantwortet. Der Ausländerhass steht zwischen den Zeilen oder im hinteren Teil. „Wir erreichen konservative Gruppen, an die wir früher nicht herangekommen sind“, sagt Wieschke. Es ist eine subtile Art des Wählerfangs.

Dies ist ein Auszug des Artikels, der gesamte Text kann HIER gelesen werden.

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