Nachbetrachtung: Thüringentag der NPD und Tag der deutschen Zukunft 2011

Neben dem »Tag der deutschen Zukunft« in Braunschweig fand am 4. Juni 2011 in Sondershausen -bei Nordhausen- der »Thüringentag der nationalen Jugend« statt.

Zwei unserer AutorInnen, Lea Stein und Roland Meixelsberger, veröffentlichten in Zusammenarbeit mit Kai Budler unter Zeit-Blog »Störungsmelder« und bei NPD-BLOG.info eine Zusammenfassung der Geschehnisse. Ebenso erschien eine kurze Einschätzung des »Thüringentag der nationalen Jugend« von Lea Stein und Madlen Warskow in der Ausgabe DER RECHTE RAND No. 131 Juli/August. Wir geben hier die Text-Version aus Der Rechte Rand wieder, die anderen Texte könnt ihr unter den gemachten Verlinkungen nachlesen.

Hunderte beim »Thüringentag der nationalen Jugend«

Der »10. Thüringentag der nationalen Jugend« fand am 4. Juni 2011 in Sondershausen statt. Hunderte kamen in die Thüringer Kleinstadt, um RechtsRock zu hören. Der NPD dürfte die Veranstaltung viel Geld in die leeren Kassen gespült haben. Von Madlen Warskow und Lea Stein

Der »Thüringentag der nationalen Jugend« fand dieses Jahr am 4. Juni in Sondershausen statt. Bei gutem Wetter kamen bis zu 800 Neonazis auf einem Gelände am Stadtrand zusammen. Vom klassischen Neonazi über NPD-Mitglieder und Anhänger von »NS-Hardcore« und »NS-BlackMetal« war die gesamte Breite der Szene im Publikum vertreten. Die Teilnehmer kamen nicht nur aus Thüringen, sondern auch aus den benachbarten Bundesländern Niedersachsen und Sachsen-Anhalt sowie aus Baden-Württemberg und anderen Teilen Deutschlands. Angemeldet war das Nazi-Event ursprünglich in Nordhausen, doch aufgrund des engagierten Agierens des Landratsamtes und gerichtlich bestätigten Verboten, musste die NPD kurzfristig in das benachbarte Sondershausen ausweichen. Dort fand bereits 2008 ungehindert ein »Thüringentag« statt. Anmelder der Veranstaltung war der NPD-Kreisvorsitzende von Nordhausen und Mitglied des Stadtrates Marco Kreutzer. Kurz nach der Veranstaltung trat er nun jedoch aus der Partei aus und legte auch sein Kommunalmandat nieder.

Als Redner traten neben Kreutzer unter anderem der NPD-Bundesvorsitzende Udo Voigt und der sächsische NPD-Landtagsabgeordnete Andreas Storr auf. Wichtiger und vor allem gewinnbringender Bestandteil der Veranstaltung waren die Bands und Liedermacher. Die Organisatoren hatten ein bunt-braunes Programm aus bekannten RechtsRock-Bands, wie »Sleipnir«, »Words of Anger«, »Kinderzimmer Terroristen«, »Nordglanz« und dem obligatorischen Nazi-Barden Frank Rennicke, zusammengestellt. Die kurzfristige Absage von »Kraftschlag« löste zwar wilde Spekulationen in der Szene und in Internetforen aus, schien aber nicht demobilisierend gewirkt zu haben. Für die Thüringer NPD muss die Veranstaltung ein enormer finanzieller Erfolg gewesen sein. 15 Euro Eintritt und der Verdienst aus Getränke- und Essensverkauf, dürfte einige tausend Euro in die leeren Kassen gespült haben. Im Vergleich zu den Vorjahren konnte die Teilnehmerzahl deutlich gesteigert werden. Die Veranstaltung dürfte daher die regionalen Strukturen und Finanzen der extremen Rechten gestärkt haben.

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