NIP Thüringen: Thüringer NPD-Kader mischen weiter mit

Bei dem Bundesparteitag der rechtsextremen NPD am 12. und 13. November in Neuruppin kam es zu einen Führungswechsel. In einer Kampfabstimmung setzte sich Holger Apfel (Landesvorsitzender NPD-Sachsen) gegen den Amtsinhaber Udo Voigt mit 126 zu 85 Stimmen durch. Der Thüringer NPD-Kader Thorsten Heise war auch für diesen Posten vorgeschlagen wurden, hatte aber zugunsten von Udo Voigt verzichtet. Ein Beitrag von dem Redaktionskollektiv »NiP-Thüringen« (NiP – Nazis im Parlament).

Holger Apfel machte sich im Vorfeld der Wahlen mit der Redewendung vom „seriösen Radikalismus“ für einen vermeintlichen neuen Politikstil der NPD stark. Dazu sagt Petra Pawelskus von MOBIT „Die Rede vom neuem Politikstil des ‚seriösen Radikalismus‘ ist nichts neues, da die NPD schon seit Jahren in den Parlamenten und Kommunen die Biedermänner geben, aber gleichzeitig den Kontakt zu den radikalen Kräften der Kameradschaftsszene ausbauen und häufig als Anmelder und Organisatoren von Großevents der rechten Szene fungieren.“ Gerade Thorsten Heise, der den angeblichen neuen Politikstil des „seriösen Radikalismus“ nach außen schon jetzt verkörpert, ist nicht mehr im neuen Bundesvorstand der NPD vertreten.

Frank Schwerdt (Landesvorsitzender der thüringischen NPD) dagegen, ist auch im neuen Bundesvorstand der NPD vertreten. Er wurde zu einem der Stellvertreter Apfels gewählt und wird weiterhin für rechtliche Fragen zuständig sein. Schwerdt hatte gemeinsam mit Udo Voigt die Öffnung der NPD zum neonazistischen Spektrum vorangetrieben. Der Geschäftsführer der Thüringer NPD und ehemalige Kameradschaftsführer Patrick Wieschke wurde zum Bundesorganisationsleiter gewählt.

Auch wenn Thorsten Heise aus dem Bundesvorstand der NPD ausgeschieden ist, ist Thüringen mit seinen beiden wichtigsten NPD-Funktionären weiterhin vertreten. Sie dürften also nicht nur den künftigen Kurs der NPD mitbestimmen, sondern ebenfalls dafür sorgen, dass Ressourcen der Bundespartei für die Strategie der kommunalen Verankerung in Thüringen bereitgestellt werden. Auch Holger Apfel formulierte in Neuruppin unter anderem das Ziel des Einzugs der NPD in den Thüringer Landtag 2014.

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